Evans Debugger unter Ubuntu 12 installieren

Evans Debugger ist sozusagen das Äquivalent zu ollydbg aus der Windowswelt.

edb screenshot

Hier eine kurze Anleitung, wie man das Programm unter Ubuntu 12 (32 Bit) installieren kann.

$ sudo apt-get update

$ sudo apt-get install libqt4-dev libboost1.48-all-dev subversion

$ svn checkout http://edb-debugger.googlecode.com/svn/trunk/ edb-debugger

$ cd edb-debugger

$ qmake

$ make

$ sudo make install

Im Home Verzeichnis

$ mkdir .edb

$ whereis edb
edb: /bin/edb /lib/edb

Dann noch die Verzeichnisse in edb korrekt einrichten.

Advertisements

Review “Malicious Software and its Underground Economy: Two Sides to Every Story”

Vom 17.06.2013 – 27.07.2013 habe ich an dem Kurs “Malicious Software and its Underground Economy: Two Sides  to Every Story” teilgenommen, der bei coursera.org angeboten wurde und (hoffentlich) auch wieder angeboten wird.

Themen waren unter anderem statische und dynamische Analyse von Malware, Mobile Malware, Geschäftsmodelle im Malware Bereich und die Kosten durch die Schäden von Malware. Dr. Lorenzo Cavallaro weiß anscheinend wovon er redet, offensichtlich hat er sich auch schon sehr praktisch mit der Analyse von Botnetzen und Malware auseinandergesetzt.

Persönlich haben mir die Lektionen über statische und dynamische Analyse von Malware am besten gefallen, die vor allem mit der Hilfe von IDA durchgeführt wurde. Dazu gehörten auch praktische Beispiele (teilweise mit Quellcode und ausführbaren Dateien) und das Bonus Quiz, das mit IDA gelöst werden konnte.  Hier kamen auch Anti-Debugging Techniken zum Einsatz. Um auf die Lösung zu kommen musste ein verschlüsselter String  von einer ausführbaren Linux Datei “geknackt” werden. Unter dem Strich war die Lösung dann aber etwas zu offensichtlich, das Quiz hat aber dennoch viel Spaß gemacht.

Nicht so ideal waren die Aufgaben, die nach jeder Lektion zu lösen waren. Hier mussten im Multiple-Choice-Verfahren Fragen beantwortet werden. Für jede Frage gab es vier Antworten, was ja normalerweise OK wäre. Allerdings hatte man insgesamt drei Versuche, dadurch war es einfach die geforderte Punktzahl zu erreichen.

Wer den Kurs machen will, wenn er das nächste Mal angeboten wird, sollte zumindest über Linux Kenntnisse verfügen. Assembler und C Kenntnisse sollten auch vorhanden sein, sonst wird es sehr schwierig.

Insgesamt ein lohnenswerter Kurs.

Android: Persönliches Wörterbuch speichert Passworte

Das auf dem Smartphone das Wörterbuch lernfähig ist, also neue Wörter die der Benutzer eintippt, ist ja an für sich eine nette Sache. Gestern ist mir aber aufgefallen, das z.B. auch Passworte, die in Chrome eingegeben werden, ebenfalls im Wörterbuch landen.

Hier mal ein kurzes Beispiel, als Test gebe ich bei gmx.de als Benutzerdaten “test” und “dasistgeheim” ein.

Benutzername und Passwort eingeben

 

Wenn jetzt z.B. eine SMS geschrieben wird, taucht hier auch das Passwort in der Vorschlagsliste auf.

Passwort in der Vorschlagsliste

Oben links ist das Tastatursymbol, nach dem ausklappen des Menüs kann man die Tastatur konfigurieren.

Samsung-Tastatur konfigurieren

Im nächsten Menü wählt man die Einstellung für Samsung-Tastatur.

Einstellungen Samsung-Tastatur

Jetzt auf Texterkennung tippen.

Texterkennung konfigurieren

Hier kann jetzt konfiguriert werden, ob die “personalisierten Daten” verwendet werden sollen, gespeicherte Wörterbücher können auch gelöscht werden.

Personalisierte Daten aktivieren / deaktivieren

Danach werden gelernte Wörter nicht mehr angezeigt.

Eine Option, einzelne Wörter zu löschen ober die Liste einzusehen habe ich bisher nicht entdecken können. Auf einem gerooteten Gerät findet man bestimmt eine Datei wo das ganze dann im Klartext steht :-).

Wer ähnliche Erfahungen mit anderen Geräten gemacht hat oder Anmerkungen hat kann gerne Kontakt mit mir aufnehmen.

Getestet mit:

Samsung S3 Mini, Android – GT-I8190, Android-Version 4.1.2

Backtrack, Sound & Filme

Nachdem ich erfolglos vlc getestet habe, habe ich stattdessen mplayer installiert:

apt-get install mplayer

Leider konnte ich die Lautstärke nicht regeln, dazu muss ein Eintrag in System -> Preferences -> Startup Applications hinzugefügt werden:

Unter Add muss das Kommando

/usr/bin/pulseaudio

eingetragen werden.

Networkminer und Virtualbox unter Backtrack 5 r3

Networkminer

http://toastresearch.com/2011/09/11/networkminer-on-backtrack-5-r1/

-> funktioniert ohne Probleme

 

Virtualbox

http://netsecuritystuff.wordpress.com/2011/05/23/virtualbox-on-backtrack-5/

-> funktioniert fast: statt der Version 4.0 (lief nicht) habe ich 4.2 verwendet, also:

root@bt # prepare-kernel-sources

root@bt # cd /usr/src/linux

root@bt # cp -rf include/generated/* include/linux

root@bt # echo deb http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian lucid contrib non-free >> /etc/apt/sources.list

root@bt # wget -q http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian/oracle_vbox.asc -O- | sudo apt-key add –

root@bt # apt-get update

root@bt # apt-cache search virtualbox

root@bt # apt-get install virtualbox-4.2

OSCP Rückblick

Vor Kurzem habe ich die OSCP Prüfung bestanden, hier ein kurzer Rückblick auf die abschliessende Prüfung und den vorhergehenden Kurs. Ich werde nicht zuviel verraten um möglichen Kandidaten den Spass nicht zu verderben :-).

Der Kurs

Nach der Anmeldung erhält man die Zugangsdaten mit denen man sich über VPN mit dem Labor verbindet. Das Labor besteht aus mehreren Netzwerken, anfangs hat man zu einem Netzwerk mit etwa 30 Rechnern Zugang. Mit dem Schulungsmaterial lernt man nach und nach die verschiedenen Techniken um sich Zugriff auf die verschiedenen Rechner zu erhacken.
Das Handbuch und die Videos geben dazu eine gute Anleitung, vieles muss man sich auch selbst erarbeiten, auch hier zieht das Motto des Kurses “try harder”. Einige der Rechner sind einfach zu knacken, es sind aber auch richtig harte Nüsse dabei. Erlernt werden u.a. netcat, Umgang mit verfügbaren Exploits, Entwicklung einfacher eigener Exploits (dieses Kapitel hat mir persönlich viel Spass gemacht), metasploit, Anwendung lokaler Exploits (z.B. PDF und IE Attacken) usw.. In den weiteren Netzwerken erlernt man dann u.a. Pivoting Fähigkeiten, die Rechner sind i.d.R. auch etwas schwieriger zu knacken.

Zum Glück habe ich mir für alles zusammen drei Monate Zeit genommen. Die Vorbereitung ist zwar bestimmt auch in kürzerer Zeit machbar, allerdings macht es auch einfach Spass, die verschiedenen Netzwerke und Rechner zu knacken.

In den begleitenden Foren sind immer mal wieder Beschwerden zu finden, das Schulungsmaterial sei veraltet, oder dieses oder jenes würde so nicht funktionieren. Das mag zwar an manchen Stellen korrekt sein, allerdings bin ich nach kurzer Recherche immer schnell weiter gekommen. Wozu gibts man? Wenn ich mal Hilfe gebraucht habe (was nur selten der Fall war) wurde ich immer sanft auf den richtigen Weg gestossen. Ich habe dazu ausschliesslich den Mailsupport benutzt.

Die Prüfung

Hier werde ich jetzt etwas vage. Zuerst gibts wieder Zugangsdaten, mit denen man sich auf das Prüfungsnetz verbindet. Außerdem eine kurze Anleitung, was zu tun ist und welche Tools erlaubt sind. Dazu findet man aber auch schon vorher Hinweise in den Foren. Nach meiner Einschätzung ist die Prüfung gut machbar, wenn man die meisten Rechner im ersten Netzwerk geknackt hat (so ist es auch “offiziell” empfohlen).

Das Fazit

Was soll ich groß sagen? Der Kurs und die Prüfung sind Klasse. Wer sich für IT Sicherheit und insbesondere Penetration Testing interessiert ist auf jeden Fall richtig aufgehoben. Hier lernt man nicht stur Tools und theroretische Fragestellungen, sondern trainiert ganz praktisch eine bestimmte Denk- und Arbeitsweise. Die unterschiedlichen Systeme sind eine schöne Spielwiese um Erfahung zu sammeln.

Meiner Meinung nach sollte man aber schon etwas Vorwissen mitbringen um etwas von dem Kurs zu haben. Ich selbst habe Windows und Linux Administrations Erfahrung und damit bin ich auch immer wieder mit diversen IT Sicherheits Themen in Berührung gekommen. Außerdem habe ich beruflich und privat mit unterschiedlichen Programmiersprachen meine Erfahrungen gesammelt. Außerdem sollte man ein hohes persönliches Interesse und Engagement mitbringen, sonst bekommt man evtl. irgendwann Motivationsprobleme. Das ist definitv keine Zertifizierung, die man sich einfach nur als weiteren Schein abheftet, sondern an der man auch wachsen kann.